Moskau ist optimistisch, den Zuschlag für die Sommerspiele 2012 zu bekommen
Zum Abschluss des viertägigen Besuchs des
IOC- Prüfungskomitees in Moskau, um sich vor Ort ein Bild von
den Vorbereitungen zu machen, erklärte Bürgermeister Juri Luschkov:
"Wir hatten hervorragende Gespräche mit der
IOC- Prüfungskomitee und wir sind optimistisch im Hinblick auf
unsere Chancen. Es hat uns allen viel Spaß gemacht, unsere
Fähigkeiten und Begeisterung für die Austragung Olympischer
Sommerspiele 2012 in Moskau unter Beweis zu stellen. Es ist keine
Frage: Im Falle eines Zuschlags wird Moskau historische und
spektakuläre Spiele veranstalten."
Olympiasieger und IOC-Mitglied Alexander Popov schloss sich
Luschkov an. "Das war eine tolle Woche", sagte er. "Ich bin mir
sicher, dass meine Kollegen im IOC von den Plänen Moskaus beeindruckt
waren. Auf der ganzen Welt gibt es viele Spekulationen darüber,
welche Bewerberstadt die besten Chancen hat, den Zuschlag zu
bekommen. In Wahrheit weiß aber niemand, wie die Abstimmung ausgehen
wird. Ich glaube, dass die Eindrücke des IOC- Prüfungskomitees
in Moskau sowie ihre objektive Bewertung der einzelnen
Kandidatenstädte dem IOC helfen wird, eine gute Entscheidung zu
treffen."
Die überzeugende Präsentation der Stadt Moskau als Kandidat für
die Olympischen und Paralympischen Spiele endete heute mit der
Besichtigung des Olympiskij-Sportkomplexes und des
Lokomotive-Fußballstadions.
Zum Abschluss machte das Bewerbungskomitee noch einmal deutlich,
dass Moskau alle Anforderungen erfüllt, insbesondere im Hinblick auf
die technische Umsetzung:
1. Moskau blickt auf eine lange und erfolgreiche Geschichte in der
Austragung und Organisation internationaler Sportwettkämpfe
zurück.
2. Schon heute sind 65 Prozent der für Olympia 2012 geplanten
Spielstätten fertig gebaut.
3. Dank des einzigartigen 'Olympischer Fluss'-Konzepts werden
Sportler, die Olympische Familie, Reporter und die Zuschauer
von kurzen Wegen profitieren.
In ihrer letzten Botschaft an die Mitglieder des
IOC- Prüfungskomitees unterstrich das Moskauer Bewerbungskomitee
erneut die Bedeutung von Sommerspielen 2012 für die russische
Metropole. Schließlich würde die Austragung der Olympischen
Sommerspiele als historische Entscheidung auch zu weiteren
wirtschaftlichen und kulturellen Veränderungen in Moskau und Russland
beitragen.
Putin will Olympische Spiele nach Moskau holen
Präsident Wladimir Putin setzte sich persönlich
dafür ein, das IOC- Prüfungskomitee von der Bewerbung Moskaus
um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2012 zu
überzeugen. Bei einer privaten Tour durch den Kreml präsentierte
Putin den IOC-Mitgliedern Mittwoch Abend die Vorzüge der Bewerbung der
russischen Metropole um die Sommerspiele 2012. Anschließend lud der
Moskauer Bürgermeister, Juri Luschkov, die IOC-Mitglieder zu einem
prunkvollen Empfang und einem festlichen Abendessen in den
Patriarchenpalast ein.
Auch Valery Shantstev, Vorsitzender des Bewerbungskomitees und
stellvertretender Bürgermeister Moskaus, glaubt fest an den Zuschlag
für seine Stadt: "Es stimmt natürlich, dass die Spiele bereits 1980
in Moskau ausgetragen wurden. Aber das war zu einer anderen Zeit und
in einem anderen Land. Die Sowjetunion von damals und das Russland
von heute könnten nicht unterschiedlicher sein."
"Die Olympischen Spiele 1980 haben großen Eindruck auf unser Volk
gemacht. In vielerlei Hinsicht haben die Spiele dazu beigetragen,
dass Russland sich der Welt und die Welt sich uns gegenüber geöffnet
hat. Die Spiele 1980 waren zweifelsohne ein Auslöser für viele
Veränderungen, die Moskau zu dem gemacht haben, was es heute ist. Das
ist das Haupterbe, dass uns die Spiele hinterlassen haben und
zugleich eines der wichtigsten Ziele der Olympischen Bewegung:
Frieden und die Olympischen Ideale hinaus in die Welt zu tragen.
Heute sehen wir ein neues Russland mit einer neuen Hauptstadt. Dies
wollen wir der ganzen Welt zeigen, in all seinen neuen Facetten."
Im Hinblick auf das Thema Sicherheit, eines der Hauptthemen für
alle Bewerberstädte, bestätigte der stellvertretende Innenminister
Alexander Chekalin, dass bereits ein ausführlicher Sicherheitsplan
für die Olympischen Spiele entwickelt wurde.
"Das 'Olympische Flusskonzept' garantiert Spiele der kurzen Wege.
Dies hat auch den Vorteil, dass sich das Sicherheitsmanagement auf
ein kompaktes olympisches Areal konzentrieren kann. Durch die
Veranstaltung zahlreicher internationaler Sportereignisse haben wir
außerdem bereits viele Erfahrungen auf dem Gebiet der Sicherheit
gesammelt. Um diese Erfahrung weiter auszubauen, gibt es schon jetzt
Pläne, die Sicherheitsvorkehrungen in der Stadt auf das weltweit
modernste Niveau anzuheben", erklärt Chekalin.
Chancen von Moskau auf Olympia 2012 gestiegen
Der bekannte russische Schwimmer, Alexander Popow, meint, dass sich die Chancen Moskaus auf die Austragung der Olympischen Spiele 2012 nach dem Besuch des IOC-Prüfungskomitees erhöht hätten. Das erklärte er in einem Exklusivinterview für RIA Nowosti.
Er unterstrich, dass die Vertreter des IOC von der Anzahl der Sportobjekte und von deren Zustand angenehm überrascht waren.
Am Donnerstag hat das Prüfungskomitee des IOC die Inspektion der Olympiaobjekte in Moskau abgeschlossen. Die letzten Stätten, die die Inspektoren in Augenschein nahmen, waren der Sportkomplex Olympiskij mit seinem Schwimmbassin und der Haupthalle sowie das Lokomotive-Stadion.
In einem Interview für RIA Nowosti sagte die Erste Stellvertreterin des Generaldirektors des Sportkomplexes, Olga Charmadschewa, dass zur Vorbereitung auf die Olympiade 2012 nur noch die technischen Ausrüstungen modernisiert werden müssen.
"Wenn Moskau den Zuschlag für die Austragung von Olympia 2012 bekommt, dann muss das Olympiskij nur noch die elektronischen Datenanlagen auswechseln. Bis dahin werden die jetzigen überholt sein, obwohl sie bisher die modernsten sind", sagte die Sportfunktionärin. "Wir wollen außerdem noch die Beleuchtung und die Kommunikationsmittel modernisieren." ( ots/RIA/russland.RU )