Die Mitglieder des IOC-Prüfungskomitees sind zur Begutachtung der Moskauer Bewerbung für die Sommerspiele 2012 in die russische Hauptstadt gekommen, nachdem sie schon die anderen Anwärter besucht hatten: New York, Madrid, Paris und London.
Sie hatten wohl auf erträgliches Wetter gehofft. Doch gelang es, wie der Vorsitzende des Bewerbungskomitees Moskau 2012 und Vize-Bürgermeister von Moskau, Valeri Schanzew, scherzte, nicht, das Wetter zu überlisten. Es war kälter als üblich und es schneite.
Wenn sich der erste Besuchstag für die 13 IOC-Inspektoren auch vorrangig in den Arbeitskabinetten abspielte, so verlangte ihnen der zweite Tag, als sie sich mit den Olympiaobjekten vertraut machten, einiges ab. Schließlich kommen acht Inspektoren, darunter der Vorsitzende, der Marokkaner Nawal el-Mutawakili, aus südlichen Ländern. So können die Umstände, so paradox es auch klingen mag, eine Rolle spielen, wenn die Komiteemitglieder ihre Eindrücke vom Besuch in Moskau verallgemeinern.
Sonst verlief der Besuch strikt im Einklang mit den Vorschriften des IOC. Medienvertreter mussten aus einer 50-m-Entfernung von den olympischen Inspektoren deren Reaktionen auf das Gesehene erraten: im Pferdesportkomplex von Bitza sowie im Olympiakomplex Luschniki, wo sie über den Kunstrasen des Fußballfeldes marschierten und sich mit Schneebällen bewarfen.
Die Herren vom IOC suchten außerdem die Stelle am Moskwa-Fluss auf, wo das künftige Olympische Dorf und das Pressezentrum der Spiele sein werden. Dort befindet sich heute ein gewaltiges Industriegelände.
Die abschließen Tage verbrachten die Inspektoren mit Konsultationen beim Bewerbungskomitee und mit der Besichtigung weiterer olympischer Stätten. Für die Presse hatten sie am Donnerstag 45 Minuten Zeit.
Danach werden sie dem IOC Bericht über die Kandidatenstädte erstatten. Die endgültige Entscheidung über den Austragungsort der Sommerolympiade 2012 fällt auf der IOC-Tagung am 6. Juli in Singapur. (Sportkommentator der RIA Nowosti, Michail Smirnow).
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