Eine Kommission des Internationalen Olympischen Komitees, die Moskau als Anwärter auf die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2012 bewerten soll, nahm in Moskau ihre Arbeit auf.
Innerhalb von vier Tagen werden die Kommissionsmitglieder Olympia-Objekte in Moskau besichtigen und sich mit der Konzeption der Austragung der Olympischen Spiele bekanntmachen.
Am Dienstag besuchen sie den Reitsportkomplex in Bitza, den Stadionkomplex Luschniki und das Olympische Dorf, am Donnerstag werden der Sportkomplex Olimpijski und das Lokomotive-Stadion besichtigt.
Mit Staatsbeamten und den Behörden der Stadt werden Fragen der politischen und der wirtschaftlichen Situation in Russland und in Moskau, Marketing, Zollformalitäten, medizinische Betreuung und Sicherheitsfragen diskutiert.
Wie das Anmeldungskomitee mitteilte, soll die Bewertungskomission am Mittwoch von Russlands Präsident Wladimir Putin empfangen werden. Nach dem Treffen werden die Gäste den Kreml besichtigen und sich eine Reitparade auf dem Kathedralenplatz des Kremls anschauen.
Am Mittwochabend werden Regierungschef Michail Fradkow und der Moskauer Oberbürgermeister Juri Luschkow einen Empfang für die Mitglieder der IOC-Kommission in der Patriarchenkammer des Kremls geben, heißt es in der Mitteilung des Anmeldungskomitees.
Eines der spektakulärsten und sensationellsten Projekte Moskaus für die Olympischen Sommerspiele 2012 ist der sogenannte Olympia-Fluss. Gemäß dieser Idee soll die Moskwa zur Hauptverkehrsader der Olympia-Hauptstadt Moskau werden. Laut vorläufigen Schätzungen werden mehr als 60 000 Passagiere während der Spiele täglich Binnenschiffahrten von 70 Anlegestellen unternehmen, die in der Nähe der Austragungsorte der Sportwettkämpfe und der kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt gelegen sind. Mehr noch: Die Moskwa wird zur Haupttransportmagistrale für die Teilnehmer der Olympischen Spiele.
Laut der Mitteilung des Anmeldungskomitees "Moskau 2012" soll der Weg vom Olympischen Dorf bis zu den Sportkomplexen zehn bis 30 Minuten in Anspruch nehmen.
Der Hauptvorteil der Konzeption "Olympia-Fluss" besteht darin, dass alle Austragungsorte der Olympia-Wettkämpfe erstmals in der Geschichte innerhalb einer Stadt liegen werden.
Bereits jetzt wurde mit der Rekonstruktion einiger Sportobjekte Moskaus begonnen. Bis 2012 soll eine Reihe neuer Bauten errichtet werden.
Moskau ist der letzte Kandidat für die Austragung der Olympiade 2012, der von der Bewertungskommission des IOC besucht wird. Die Inspekteure haben bereits, Madrid, London, New York und Paris besucht.
Der Austragungsort der 30. Olympischen Sommerspiele soll während der 117. IOC-Tagung am 6. Juli 2005 in Singapur bekanntgegeben werden.
Für den Donnerstag ist eine Pressekonferenz der Bewertungskommission vorgesehen. (RIA)
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